Paartherapie & Paarsynthese
Paartherapie & Paarsynthese

Grundlagen der Paartherapie - Partnerdialog und Partnerhilfe

Die Liebesschule baut auf der Psychologie des Paares mit ihren fünf Bausteinen auf.

Drei seien hier genannt

1. Energie:


Liebe ist menschliche Energie im Austausch von Körper, Geist und Seele zwischen Frau und Mann. Um diese Kräfte, die sowohl aufbauen als auch zerstören können, richtig zu steuern, machen Sie sich ein Bild von der Verteilung der Partnerkräfte.

Wo sind Stärken und Schwächen Ihres Partners, - wo aber besonders Ihre eigenen? In welchen Bereichen der Liebe und des Lebens haben Sie Stärken oder Defekte: Beruf, Alltag, Körper, Seele, Erotik, Durchsetzung, Anpassung usw.?

Diese Kräfte bilden Pole in einem kreisförmig angeordneten Lebensrad. Die ganze Liebe erfüllt sich nur im Lauf des Lebens.
Welche Pole haben Sie bisher gelebt bzw. nicht entfaltet? Während der Therapie wird dazu ein Partnerdiagramm erstellt.


2. Intimität:

Sie begehen, erfüllen und vertiefen ihre Liebe durch fünf Brücken zum Partner (Körper, Gefühl, Sprache, Sinnfindung und Zeit). Diese Brücken stehen bildlich für fünf Dialogformen, die es intensiv zu entfalten, zu üben und wieder aufzubauen gilt.

  • Körperdialog: vollzieht sich im Ergreifen, Begreifen, Berühren und Anrühren, läßt so die Seele erklingen. Sexualität ist ein Teil davon. Umlernen tut not: von der Fixierung auf Geschlechtsverkehr und Orgasmus hin zu körperumfassender Zärtlichkeit, die schon mit Blicken beginnt, in der Sprache den Partner erfasst, in der körperlichen Vereinigung gipfelt. Wechsel zwischen „männlicher und weiblicher“ Lust.
  • Gefühlsdialog: Achtsames Empfinden und Zulassen von Schwäche, Trauer, Angst, Zorn, Verzweiflung und Einsamkeit bis hin zu Leidenschaft, Begierde, Zärtlichkeit und Hingabe. Richtige Sprache, Gestik und angemessener Austausch mit dem Partner tut not.
  • Sprachdialog: Liebende brauchen Sprache für die Regelung des Alltags, die Verständigung der Herzen, den Zweiklang der Seelen und für die sinnliche Begegnung. Sie üben in wöchentlichen "Dialogabenden", die zweistündig ohne jede äußere Störung vollzogen werden sollen - nach einer festen Terminabsprache. Ein Wechsel zwischen Zuhören und Aussprechen ist zentral.
  • Sinndialog: Beantworten Sie mit Ihrem Partner die Frage, warum und wozu gerade Sie Beide sich im Leben getroffen haben? Liebe im Lebensplan und deren Sinnfindung sind zentrale Themen der Paarsynthese mit entsprechenden Übungen.
  • Zeitdialog: Zeit schenken = Liebe schenken. Zur Entwicklung der Gefühle, des Vertrauens und zur Stärkung der Liebe bedarf es gemeinsamer Zeit. Wieviel Zeit investiere ich bewußt in Planung und Aufbau von Partnerschaft und Liebe? Zeitnotstand führt zu Liebesnotstand.


3. Partnerstile:


Sind die fünf Dialogsäulen der Austragungsort der Liebe, dann sind die fünf Partnerstile das Steuerungsinstrument der Liebe. Sie fördern oder blockieren, je nach Ausprägungsgrad die Potentiale und Ressourcen zur gegenseitigen Entfaltung.

Sie heißen: Intuition, Anpassung, Durchsetzung, Planung, Integration

Sie steuern die Energien zwischen notwendiger Eigen-Differenzierung bzw. Abgrenzung dem Partner gegenüber und der ebenso notwendigen Verbindung bis hin zur Verschmelzung der Beiden im Liebenden ineinander.
Die Paarbeziehung wird also entscheidend geprägt davon, ob Sie eher den Partnerstil der Intuition verkörpern oder ob Sie "ein Planer", "ein Anpasser" oder "ein Durchsetzer" sind. Ein wichtiges Ziel der Paararbeit besteht darin, dass beide Partner alle Strategien gleichermaßen erwerben, um so zu einer ausgewogenen Dialogkompetenz zu gelangen. Partnerstile resultieren aus den Bindungsstilen und sind lebensgeschichtlich bedingt.

© 2011 Gesellschaft für Integrative Paartherapie und Paarsynthese e.V.